Independance Day – Bonn

05. Juli 2010

Wie schon letztes Jahr, war auch dieser Independance Day in Bonn mit dem Besuch einer Rocklegende verbunden: Diesmal gab sich Patti Smith die Ehre.

Noch mehr grau- und weißhaarige Besucher als bei CSN.

Brendan Perry im Gloria Köln

23. März 2010

Brendan PerryEs ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man einen großen Künstler und ehemaligen Weltstar vor sich hat, in einer Location, die erstens klein und zweitens nicht mal annähernd ausverkauft ist.

Brendan Perry, der eine sehr junge Musikergruppe um sich geschart hat, spielte eine Setlist mit einer Mischung einiger Stücke seines neuen Albums Ark – das es entgegen anderslautender Ankündigung nicht vor Ort zu kaufen gab und nach seiner eigenen Auskunft nun voraussichtlich im Juni heraus kommen soll – zwei Stücken von Eye of the Hunter (Medusa und Voyage of Bran) sowie fünf Dead Can Dance Titeln (The Arcane, A Passage in Time, The Carnival is Over, Spirit sowie Severance als letzte Zugabe).

Insgesamt ein sehr gelungener Auftritt mit einigen echten Hilights. Seine Stimme ist nach wie vor großartig. Aber irgendwie auch eine traurige Veranstaltung. Vieles scheint einfach nicht rund zu laufen für Mr. Perry: Die scheinbar nicht enden wollende Verzögerung der Veröffentlichung seines neuen Albums; die kleinen Locations und nicht gerade berauschende Soundqualität; und schließlich er selbst, der nicht den Eindruck vermittelte, als habe er besonders viel Spaß an der ganzen Sache.

Die Vorgruppe Tula hatte ihren besten Moment direkt mit dem ersten Stück, das mit zwei Akustikgitarren und zweistimmigen Frauengesang Lust auf mehr machte. Leider löste der Rest des Auftritts mit elektronischer Instrumentierung dieses Versprechen nicht ein.

Schäuble wird Finanzminister…

26. Oktober 2009

“… Das ist konsequent, mit schwarzen Kassen kennt er sich ja aus.”

Rette sich, wer kann

14. September 2009

Häme und Qualitätsjournalismus

27. August 2009

Spiegel Online berichtet über peinliche Werbeplakate in Konstanz, in denen der Bodensee mit Formaldehyd gefüllt dargestellt wird.

Ok, ein kleiner Lacher.

Dann aber dieser leicht hämische Absatz:

Von Chemikern wird das Wasser-Molekül dargestellt als ein Sauerstoff-Atom (Symbol O), das über zwei Striche mit zwei Wasserstoff-Atomen (Symbol H) verbunden ist. Die Striche bilden dabei einen Winkel von 45 Grad (siehe Fotostrecke). Ein einfaches Molekül, eine einfache Formel – und eine der ersten, die man im Chemie-Unterricht lernt.

Ja, das weiß doch jedes Kind. Die zitierte Fotostrecke belegt es dann noch mal eindrücklich mit folgender Abbildung:

Die richtigen chemischen Formeln für Formaldehyd und Wasser
Die “richtigen” chemischen Formeln für Formaldehyd und Wasser

Mal abgesehen davon, dass mir das eher wie ein 60° Winkel aussieht, ist das natürlich Quatsch. Der Bindungswinkel im Wasser ist ein etwas gestauchter Tetraederwinkel:

Geometrie Wassermolekül
Geometrie Wassermolekül

Bei der in dem Artikel an den Tag gelegten leichten Überheblichkeit hätte ich empfohlen, den Sachbestand doch mal kurz bei Wikipedia nachzuschlagen. Oder, da es sich ja um Qualitätsjournalismus handelt, gerne auch in einem Fachbuch.

Update: SpOn hat inzwischen den Artikel editiert und ihre eigene Peinlichkeit korrigiert. Schade, dass das mit den Konstanz-Plakaten nicht so einfach geht.