Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man einen großen Künstler und ehemaligen Weltstar vor sich hat, in einer Location, die erstens klein und zweitens nicht mal annähernd ausverkauft ist.
Brendan Perry, der eine sehr junge Musikergruppe um sich geschart hat, spielte eine Setlist mit einer Mischung einiger Stücke seines neuen Albums Ark – das es entgegen anderslautender Ankündigung nicht vor Ort zu kaufen gab und nach seiner eigenen Auskunft nun voraussichtlich im Juni heraus kommen soll – zwei Stücken von Eye of the Hunter (Medusa und Voyage of Bran) sowie fünf Dead Can Dance Titeln (The Arcane, A Passage in Time, The Carnival is Over, Spirit sowie Severance als letzte Zugabe).
Insgesamt ein sehr gelungener Auftritt mit einigen echten Hilights. Seine Stimme ist nach wie vor großartig. Aber irgendwie auch eine traurige Veranstaltung. Vieles scheint einfach nicht rund zu laufen für Mr. Perry: Die scheinbar nicht enden wollende Verzögerung der Veröffentlichung seines neuen Albums; die kleinen Locations und nicht gerade berauschende Soundqualität; und schließlich er selbst, der nicht den Eindruck vermittelte, als habe er besonders viel Spaß an der ganzen Sache.
Die Vorgruppe Tula hatte ihren besten Moment direkt mit dem ersten Stück, das mit zwei Akustikgitarren und zweistimmigen Frauengesang Lust auf mehr machte. Leider löste der Rest des Auftritts mit elektronischer Instrumentierung dieses Versprechen nicht ein.