- Isabelle Allende, Eva Luna
- Jasper Fforde, Lost in a good book
- Terry Pratchett, Winter Smith
Archiv für die Kategorie ‘Bücher’
Im September auf dem Nachttisch
29. September 2006
Seit dem Mai auf dem Nachttisch III
06. September 2006
Und um hier endlich mal wieder up-to-date zu sein, erspare ich mir die Minirezensionen und liste einfach in der Reihenfolge von “jüngst gelesen” nach “ist schon was her” auf:
- Jonathan Safran Foer, Everything is illuminated
- Stephen Fry, The Stars’ Tennis Balls
- Jasper Fforde, The Eyre Affair
- Terry Pratchett, The Dark Side of the Sun (zum zweiten Mal)
- Dan Simmons, The Fall of Hyperion
- Dan Simmons, Hyperion
- Michael Cunningham, Specimen Days
- John Irving, Until I find you (immer noch nicht ausgelesen)
- Jonathan Safran Foer, Extremely Loud and Incredibly Close
- Jon McGregor, If nobody speaks of remarkable things
- Walter Moers, Stadt der Träumenden Bücher
- Andrew Sean Greer, Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli
- Neil Gaiman, Neverwhere (zum zweiten Mal)
- Neil Gaiman, Stardust (zum zweiten Mal)
Wer mehr über ein bestimmtes Buch wissen will, kann ja einen Kommentar hinterlassen.
Seit dem Mai auf dem Nachttisch II
23. August 2006
Evelyn Waugh, Decline and Fall
Dies war das erste Buch von Waugh, das ich je gelesen habe. Ich glaube, es war so um meine Abizeit, als ein Freund mir einige der weißen Bände aus dem Diogenesverlag auslieh. Viel später habe ich mir bei einem Londonbesuch in einem Anfall von Sammelwut alles gekauft, was es vom Autor als Penguin paperback gab und das meiste davon seitdem nicht mehr aus dem Regal genommen. Aber auch zwanzig Jahre nach meinem Erstkontakt ist Evelyn Waugh immer noch ein Knüller, der den Zeitgeist der “Roaring Twenties” mit Sarkasmus und einem Augenzwinkern vermittelt. Dass sich dann die nostalgische Melancholie des Buches mit der eigenen vermischt, ist der Stimmung durchaus zuträglich.
Seit dem Mai auf dem Nachttisch I
21. August 2006
Robert B. Parker, Melancholy Baby
Ich finde es immer recht gewagt, wenn ein Mann eine Protagonistin in der ersten Person erzählen lässt. In diesem Fall ist es nach meinem Dafürhalten auch nicht sonderlich gelungen. Zusammenfassung: Weibliche Detektiven liebt Mann, der andere heiratet, weil sie ihn nicht heiraten wollte. Psychoanalyse eröffnet ödipale Ursachen, aber ihr Bullterrierweibchen ist ihr treu ergeben. Und außerdem klärt Miss Private Detective einen Fall auf, in dem es um eine unklare Elternschaft geht. Viel mehr habe ich nicht behalten, außer das dieses Buch besonders lesenswert für Bullterrierliebhaber sein dürfte.
Im März auf dem Nachttisch
28. März 2006
Bill Bryson, Eine kurze Geschichte von fast allem
Vor allem aber davon, dass große Zahlen, wie sie die Entfernungen im Universum oder die Anzahl von Atomen in einem Mol beschreiben, ganz furchtbar groß sind und kleine Zahlen, wie z.B. die Abstände im atomaren Bereich, ganz furchtbar klein. Nach dem x-ten Beispiel der Art “… einer zehn millionstel billionstel billionstel billionstel Sekunde …” wird es dann allmählich nervig.
Dazu kommen noch ein paar (wenige) inhaltliche Fehler, die im Zweifel auch an der Übersetzung liegen könnten, vor allen Dingen aber jede Menge “Human Interest Stories” über die ach so verschrobenen Wissenschaftler aller Zeitalter und Fachrichtungen. Wirklich erklärt wird dagegen leider recht wenig.
Kurzum, es liest sich – bis auf die erwähnte Zahlenehrfurcht – recht flüssig und amüsant, schlauer wird man durch die Lektüre aber eher nicht.
Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt
Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß sind die Protagonisten dieser Geschichtsfiktion, die mich vom Genre sofort an den Baroque Cycle von Neal Stephenson erinnerte. Damit endet die Ähnlichkeit aber auch schon, denn weder hat sie die epische Dimension des Cycles noch dessen fantastischeren Handlungsstränge.
Dennoch ein sehr lesenswertes und unterhaltsames Buch, das uns mit einem guten Schuss Ironie diese beiden außergewöhnlichen Menschen näher bringt und in dem auch die Herren Goethe und Kant en passant ihr Fett abbekommen.
Kurt Vonnegut, A Man without a Country
Das neue Buch des alten Großmeisters Kurt Vonnegut habe ich an einem Abend durchgelesen. Ein Buch, das er laut Spiegel Interview gar nicht schreiben wollte und das wir nur der Persistenz seines Fans und Verlegers Daniel Simon verdanken. Es ist das kürzeste und zugleich das beindruckendste Buch in dieser Liste: sehr bitter und sehr wahr. Es endet mit einem Requiem:
The crucified planet Earth,
should it find a voice
and a sense of irony,
might now well say
of our abuse of it,
“Forgive them, Father,
They know not what they do.”The irony would be
that we know what
we are doing.When the last living thing
has died on account of us,
how poetical it would be
if Earth could say,
in a voice floating up
perhaps
from the floor
of the Grand Canyon,
“It is done.”
People did not like it here.
Yann Martel, Schiffbruch mit Tiger
Eine gänzlich abstruse Story, in der ein 16jähriger Sohn eines indischen Zoobesitzers bei der Auswanderung nach Kanada Schiffbruch erleidet und sich als einziger menschlicher Überlebender mit einem Tiger und (zuerst noch) weiteren Zootieren auf einem Rettungsboot wieder findet und die nächsten 227 Tage überlebt.
Es ist weniger die Handlung, auf die ich mich nur mit viel gutem Willen einlassen konnte, als vielmehr der Erzählstil und die Interpretationsvariante, die einem am Ende angeboten wird, die das Buch für mich lesens- und empfehlenswert machen.
Max Goldt, Ä
Wie bereits erwähnt, habe ich diese Kolumnensammlung etwas zu spät gelesen.
Umso vehementer muss ich nun zu einigen der fundamentalen Wahrheiten nicken, die darin – oft sehr eloquent und fast immer schreiend komisch – kund getan werden.
Das Schöne an den dargebotenen Kolumnen ist, dass man anhand der Titel oder der Einleitung niemals erahnen kann, welche Wendung das Erzählte nehmen wird. Manchmal kann man das aber auch ganz einfach sprunghaft nennen.