11. Juli 2005

von Neal Stephenson.
Der Nachfolger des Cryptonomicons ist inhaltlich gesehen dessen Vorgänger und führt uns in den ausgehenden Barock und zu den Anfängen der Aufklärung, mitten hinein in die Machenschaften der frisch gegründeten Royal Society, in den Disput zwischen Newton und Leibniz darüber, wer von ihnen denn nun die Differentialrechnung erfunden hat, in die Intrigen und politischen Wendungen jener Epoche, die Machtverhältnisse und -verschiebungen der Nationen und Königshäuser sowie zur Geburtsstunde des modernen Kommerzes und der Geldwirtschaft.
All diese historischen Hintergünde sind gut recherchiert und vor allem so authentisch dargestellt, dass man meint, mitten im Geschehen zu stehen. Und in diese lebendige Geschichtskulisse mischt Stephenson seine Fiktion mit spielerischer Leichtigkeit und viel Humor zu einer stimmigen Story, die sich genau so zugetragen haben könnte.
Aber auch alchemistische, phantastische und gänzlich aberwitzige Elemente haben ihren Raum, ja ganze Handlungsstränge sind ihnen gewidmet, so dass beim Lesen der fast 3.000 Seiten einfach keine Langweile aufkommen mag.
The Baroque Cycle ist ein Epos in acht Büchern verteilt auf drei Bände:
- Echtzeit-Annotationen dazu im MetaWeb.