Freitag, 27. Januar 2006, Die Käs in Frankfurt. 18:30 Uhr ist Einlass, 20:00 Uhr Programmbeginn. Wir sind um zwanzig vor Sieben da, gehören zu den Ersten und genießen damit eine fast freie Platzwahl. Die Location ist interessant – im Außenbereich mit Farbikhallencharme, Garderobe und Bar, innen überschaubar und gemütlich. Lediglich der Geruch nach Farbverdünner stört zu Beginn ein wenig, später immer mehr. Die Zeit bis zum Programmbeginn vertreiben wir uns mit leckerem Kulmbacher Pils und Erdnüssen, Smalltalk unter anderem darüber, dass meine Smalltalkfähigkeiten verbesserungswürdig wären und dem Blicke schweifen lassen, ob man nicht vielleicht jemanden im Publikum erkennt.
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Von Zeit zu Zeit seh’ ich den Alten gern’
21. Mai 2005


Das war Theater, wie es sein soll… Faust I – als Gastspiel vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg in Frankfurt am Main, am 19. Mai 2005.
Die Bühne befand sich in der Mitte, kreisrund, von allen Seiten umgeben vom Parkett. Sie war winzig. Vor Beginn des Stücks fragte ich mich, “wie sollen die Schauspieler nur damit auskommen?”. Die Antwort gaben sie mir wenig später, gleich nach dem Prolog: Gar nicht – bei dieser Inszenierung ist das ganze Theater die Bühne. Der Faust saß bei seinem “Habe nun, ach! …” mitten im Publikum und sprach den Sitznachbarn direkt an.
Ein faustischer Chor saß unauffällig im Publikum verteilt, um erstmals akustisch in Erscheinung zu treten, als Faust die Geister rief.